Bei unvollständiger Verbrennung bilden sich Pyrolysegase. Diese Gase sammeln sich im Rauch an der Decke in geschlossenen Räumen. Bei Einsätzen unter schwerem Atemschutz besteht in solchen Räumen dadurch eine erhöhte Gefahr einer Rauchdurchzündung, die eine rasante Brandausbreitung zur Folge hat. Das heißt, dass sich die vorhandenen Pyrolysegase an der Decke schlagartigst entzünden.
Die dabei entstehende, über die Decke rollende, Flammenwand und die plötzliche große Hitzeentwicklung bilden für die Einsatzkräfte eine nicht zu unterschätzende Gefahr.
Gruppenkommandant Löschmeister Robert Maschek von der Feuerwehr Strasshof und einige andere Benutzer (Feuerwehrkameraden) der "Internetplattform für Feuerwehr und Rettungsdienst wax.at" trafen sich daher im Laufe des letzten Wochenendes bei der FF St.Pölten-Stadt, um im Rahmen der wax.at-Trainingdays sich mit dem Thema genauer auseinanderzusetzen und das richtige Verhalten im Einsatzfall zu üben. War der Freitag-Abend noch von Theorie geprägt, ging es am Samstag in die, von der FF St. Pölten-Stadt errichtete und betriebene, Rauchdurchzündungsanlage. Dabei handelt es sich um einen umgebauten Hochseecontainer, welcher mit unbehandelten Holzpaletten beheizt wird.
In zwei Durchgängen wurden die Einschätzung der Durchzündungsgefahr sowie das richtige Vorgehen bei der Brandbekämpfung in derartigen Räumen in eindrucksvollen Szenarien geübt.
Weiterführende Links:
FF St. Pölten-Stadt
LM Robert Maschek
Veröffentlichung am
12:05:08 31.05.2007
Letzte Aktualisierung
20:41:05 02.06.2007
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