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THL Tage in Rohrbach

Um verunfallten Personen möglichst große Überlebenschancen zu bieten, ist es notwendig, dass sie innerhalb einer Stunde in der Notaufnahme eines Spitals eintrifft. Daraus resultierend bleibt den Rettungskräften der Feuerwehr ein Zeitfenster von max. 20 Minuten um das Unfallopfer aus dem Fahrzeug zu befreien.

Genau dieser Zeitvorgabe stellten sich heuer im Rahmen der Technischen Hilfeleistungstagen (THL-Tagen) im oberösterreichischen Rohrbach am vergangenen Wochenende 41 Teams , darunter heuer auch erstmalig ein Team der Feuerwehr Strasshof, um sich in der hohen Kunst der Menschenrettung zu messen: Die Sekunden verrinnen unerbittlich, dennoch gehen die Technical Rescue Teams (TRT) ruhig an die Sache heran. Gehudelt wird nicht – es ist ein schnelles und sicheres Arbeiten. Der Gruppenkommandant entscheidet nach der Lageerkundung, wie der Patient aus dem Fahrzeug gerettet werden kann. Ein „innerer Retter“ bahnt sich den Weg zum Unfallopfer und betreut es. Der Werkzeugtrupp stellt eine Rettungsöffnung her, der Sicherungstrupp stabilisiert das Fahrzeug. Beobachtet werden alle von Trainern.

Anders als bei klassischen Feuerwehrbewerben wissen die Teams in diesem Fall nicht, was sie erwartet. Das Unfallszenario wird als geschlossenes Kuvert gezogen und während sich das Team in einem abgeschlossenen Raum ausrüstet vorbereitet. So wurde trainiert, wie ein Rettungseinsatz möglichst effektiv abläuft, wenn der verunfallte PKW auf der Seite liegt, eine Leitplanke oder Betonleitwand den Einsatz erschwert, zwei Autos ineinander verkeilt sind oder ein Baumstamm auf ein Autodach gestürzt ist. Alles muss so realistisch wie möglich sein, weshalb die Unfallopfer auch von Freiwilligen simuliert werden und nicht mit Puppen.

Bei der Arbeit wird kein Schritt gesetzt, ohne dass die Teammitglieder und im besten Fall auch der Patient darüber informiert werden. Die Teams funktionieren wie ein Uhrwerk. Der wohl wichtigste Teil dabei ist aber die Nachbesprechung durch Teammitglieder und Trainer. Man erfährt, was gut gelaufen ist und wo es noch Verbesserungspotenzial gibt. Dabei geht es aber nicht um Bewertungen im herkömmlichen Sinn, sondern im Vordergrund steht das Lernen. Deshalb herrscht auch unter den Teams kein Konkurrenzdenken. Das Lernen voneinander und das Abschauen von Techniken ist hier ausdrücklich erwünscht.

So gibt bei dieser Veranstaltung keine Platzierungen und Bestenlisten. Die Sieger dieser Ausbildungsveranstaltung sind jene Personen, welche in Zukunft die Hilfe unserer Feuerwehr brauchen.

Photo: TRT-Team FF-Strasshof: hinten v.l.n.r.: Trainerteam, Robert Maschek (Gruppenkommandant), vorne v.l.n.r Trainer, Nathalie van Dyck (innerer Retter), Patrick Albrecht, Denise Janu (Sicherungstrupp), Mario Frank, Wolfgang Kurzweil (Werkzeugtrupp)

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